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Rasmussons - fröhliche Geschenkideen und Papeterie Makers Serie No. 1: Im Interview mit Meike Rasmusson | 12.01.2017

MAKERS Part No.1 - Rasmussons

Es ist glaube längst kein Geheimnis mehr, dass ich es persönlich liebe kreativ tätig zu sein! Machen macht mir einfach Spaß! Mit dieser Leidenschaft bin ich nicht alleine. Ganz im Gegenteil. Es gibt so viele kreative Menschen da draußen, die versuchen sich mit ihrer Leidenschaft eine Existenz aufzubauen oder sich bereits eine aufgebaut haben. Und genau diese talentierten und spannenden Menschen möchte ich in meiner neuen Kategorie M A K E R S vorstellen. 

Anhand von Interviews und Bildern erhaltet ihr einen Einblick hinter die Kulissen von Kreativschaffenden, ihren Labels und deren Weg zu einem kreativen (Klein-)Unternehmen. Das ist nämlich nicht so einfach. Genau deswegen habe ich diese neue Serie ins Leben gerufen, um kleine Labels und die kreativen Köpfe dahinter zu unterstützen und uns alle daran zu erinnern, dass kreative Leistung, qualitativ hochwertige Materialen und Handarbeit in der Region eben ihren Preis hat - der es aber auch Wert ist! Deswegen: 

BE SMART. BUY LOCAL. SUPPORT SMALL BUSINESS. 

Als kleines Bonbon oben drauf gibt es für euch jedes Mal etwas Schönes zu gewinnen. 

Interview mit Meike von Rasmussons

Ich freue mich riesig die M A K E R S - Serie mit der lieben Meike von Rasmussons zu beginnen! Ich habe Meike bereits letztes Jahr auf einer Messe kennen gelernt und war sofort absolut begeistert von ihrer offenen und lebensfreudigen Art und ihren Produkten, die diese Fröhlichkeit widerspiegeln. Jedes unserer Treffen artet aus in einen stundenlangen Plausch über das Leben und alles was eben dazu gehört. Einfach ein toller Mensch mit einem unglaublich kreativen Kopf! Damit du Meike auch etwas besser kennen lernst habe ich ihr mal ein paar Fragen gestellt, die dich bestimmt interessieren.

Meike, für die, die dich nicht kennen. Magst du ein bisschen was über die Geschichte von Rasmussons und dich und deinen Hintergrund erzählen?

Als gelernte Mediengestalterin war ich schon immer im kreativen Bereich tätig und habe mich bereits vor zwölf Jahren als Grafikerin in meiner Heimatstadt selbstständig gemacht. Mein Büro war ein 20 qm kleines Ladenlokal in der Fußgängerzone eines 20.000 Seelen-Örtchens mitten in Nordrhein-Westfalen und da bot sich an, neben grafischen Dienstleistungen für Unternehmen doch auch schöne Produkte nebenbei zum Verkauf anzubieten – ich hatte schließlich ein großes Schaufenster. By the way verkaufte ich also individuelle, selbst genähte Taschen unter dem Label „Taschenliebe“. Das Lädchen sprach sich über die Stadtgrenzen hinaus rum und so wurde sowohl die Nachfrage als auch das Sortiment, z.B. durch Papeterie-Produkte und Schmuck, mit der Zeit immer größer. 

Hier saß ich nun täglich zwischen Computer und Nähmaschine und habe, wenn ich nicht als Grafikerin für Unternehmen tätig war, fleißig Taschen genäht.

Vor sechs Jahren kam dann die Liebe dazwischen und ich habe ein Jahr später meine Sachen gepackt und bin ab nach Hamburg. Die Anfangszeit in Hamburg war geprägt von viel „Ausprobieren“. Ich habe vorerst noch meinen Dawanda-Shop fokussiert, der sehr gut lief zu dieser Zeit und dort weiterhin personalisierte Taschen aus LKW-Planen verkauft. Aber das passte einfach irgendwann nicht mehr zu mir. 

Ich hatte einfach keine Lust mehr auf PVC und Plastik. Ich hatte einfach keine Lust mehr auf immer das selbe Produkt. 

Es war an der Zeit für etwas Neues. Ich beschloss meine Produkte zweimal wöchentlich auf dem Isemarkt in Hamburg zu verkaufen. Umgeben von wundervollen, bodenständigen und ehrlichen Menschen, die ihre Waren an den Marktständen verkauften, bin ich hier in eine ganz neue Arbeitswelt abgetaucht. Eine außergewöhnliche Erfahrung, die ich nicht missen möchte. 

Nebenbei gab es immer wieder ein paar kleinere Lädchen in denen ich zusätzlich jobbte – ich fuhr eine ganze Zeit zwei- oder auch dreigleisig (lacht). Das änderte sich alles, als ich mit meinem Sohn schwanger geworden bin. Die Schwangerschaft war für mich ein guter Zeitpunkt für einen „Break“. 

Alles nochmal neu aufbrechen und mich selbst neu sortieren. Ich meldete meine Selbstständigkeit erstmal ab und hatte das Gefühl aus all meinen Pflichten entlassen zu sein. 

Als mein Sohn dann 6 Wochen alt war, habe ich angefangen ein neues Label aufzubauen - ein ganzer Block voller Ideen und Kritzeleien, weg von PVC und personalisierten Produkten hin zu mehr Produkten aus Holz und Papeterie. Rasmussons war geboren. Anfangs habe ich jeden Abend zuhause bis 22-23 Uhr mit meinem Mann an meinen Aufträgen gearbeitet, denn plötzlich kamen da einige riesengroße Bestellungen seitens des Handels ins Postfach geflogen. Ohne ihn hätte ich das nicht geschafft. Rückblickend gesehen, würde ich das wohl anders machen und Arbeit- und Familienzeit strikter trennen.

Ich weiß heute gar nicht mehr, wie wir das damals gemanaged haben. 

Seit Januar 2016 habe ich daher auch ein Büro und der Laptop bleibt nach Feierabend auch dort (lacht).

Wie würdest du deine Kollektion mit drei Wörtern beschreiben? Was ist das Besondere an deinen Kreationen? Gibt es ein Stück, dass dir besonders am Herzen liegt?

Bunt, fröhlich (auch wenn mir das Wort nicht gefällt, aber zu sehen wie die Kunden sich darüber freuen und wie meine Produkte gute Laune verbreiten, das ist toll!), kleine Glücklichmacher eben. 

Wenn ich in meine Postkartenschublade greife, denke ich mir immer „Ach sind die schööööön“  - ich mag Papier einfach gerne! 

Als Grafikerin im klassischen Sinne hatte ich von Agenturseite schon immer sehr viele Berührungspunkte mit Printprodukten. Ich bin einfach ein Papierfreak und möchte das Sortiment hier auch weiter ausbauen. Das sieht man auch an meinen Karten, die im letzten Jahr von drei auf 42 Motive angestiegen sind. 

Woher holst du dir deine Inspirationen? Gibt es jemanden oder etwas das dich besonders inspiriert?  

Oft tatsächlich im Urlaub. Kaum auf der Autobahn oder im Flieger rattert das Gehirn und es huschen visuelle Ideen zwischen meinen Synapsen hin und her. Wie ein kleines kreatives Gewitter. Das ist ganz komisch, ich kann es weder abschalten noch beeinflußen oder verschieben, die kommen wie sie wollen, diese Gedanken. Ich habe immer ein kleines Büchlein dabei in dem ich meine Ideen und Gedanken notiere - (lacht) ok, diverse kleine Bücher…in die ich immer wieder rein sehe. Plötzlich passen alte Ideen nämlich doch und lassen sich umsetzen.

Gegen Ende des Urlaubs bin ich immer so aufgeregt und möchte am liebsten sofort nach Hause und los legen. 

Daneben stöbere ich natürlich gerne auf Pinterest und Instagram und blättere auch gerne in Wohn- und Interiorzeitschriften. Als zweites Standbein könnte ich mir auch gut vorstellen die Tine Wittler für Otto-Normalverbraucher zu werden und Wohnungen einzurichten und zu dekorieren. 

Was sind deine persönlichen Tipps für alle die auch ein kreatives Business starten wollen? Kann man das alleine wuppen oder sollte man sich an der ein oder anderen Stelle Unterstützung suchen?

Grundsätzlich sollte man immer an das glauben, was man selbst wirklich gut findet und sich hier nicht beirren lassen. Aber man braucht einen langen Atem. Ich wurde zu Beginn in der Kleinstadt belächelt, dass ich da jetzt meine selbstgenähten Taschen verkaufe - aber am Ende haben sie alle bei mir eingekauft. Und eines sollte man sich bewusst machen… die besten Freunde, die Dich ermutigen dein Business zu starten, sind zu 99,9 % am Ende aber nicht deine Kunden (lacht).

Problematisch an der Kreativbranche ist jedoch, dass die Wertschätzung des Berufszweiges sehr gering ist und das unabhängig von Klein- oder Großstadt.

Auch von den Engsten wird man oft als „Tüdel-brotlose-Basteltante“ angesehen, die „nicht so richtig arbeitet“. Das ist falsch und das weiß ich aber es nervt und kann ganz schön am Ego kratzen, wenn man sich einfach nicht für voll genommen fühlt in dem was man macht. Viele können hier nicht differenzieren zwischen den Mamas, die als Hobby Taschen zu Dumping-Preisen nähen und dem Business, dass ich mir mittlerweile aufgebaut habe mit drei Aushilfen, 50 Händlern und drei Onlineshops, die ich bestücke.

Ich bin eine Geschäftsfrau in der Kreativbranche. Nicht mehr, nicht weniger. 

Allen die selbst ein kreatives Business starten wollen, rate ich auf jeden Fall sich weitreichend zu informieren über mögliche Förderungen und kostenlose Seminare. Es gibt so viel Support, den man unbedingt auch nutzen sollte. Die Kreativwirtschaft in Hamburg verteilt z.B. jedes Jahr einen kleinen Fördertopf an kreative Köpfe für Coachings etc. 

Daneben glaube ich gibt es zwei Arten ein kreatives Business aufzubauen. Die Leute, die einfach anfangen und sich mit ihren Produkten im Laufe der Zeit weiterentwickeln und wachsen (in diese Kategorie zähle ich mich auch dazu lacht) und die Leute, die ihre Produktidee hoch professionell umsetzen mit Business Plan und Co. aber dabei ganz vergessen zu prüfen, ob der Markt das Produkt überhaupt haben will und dann oftmals auf ihren 200.000 perfekt verpackten Produkten sitzen bleiben. Ich würde jedem empfehlen sich einfach im Kleinen zu testen, ganz semi-professionell. 

Ich plädiere für gesunden Wachstum. Wenn die Leute deinen Stil mögen, dann kommt das auch an. 

Und, gibt es schon weitere Pläne für die Zukunft? 

Ein neues, größeres Büro in dem meine Aushilfen und ich uns nicht mehr auf den Füßen stehen müssen und keiner rückwärts in einen großen Karton plumpst (lacht). Ansonsten kann eigentlich alles so bleiben wie es ist. Klar wäre es schön noch ein ganzes Stück zu wachsen aber ich forciere das nicht besonders.

Es macht mich so glücklich gerade, dass es einfach läuft und sich alles einpendelt und ich meinem Sohn eine gute Mama sein kann, weil ich ihn um 15.30 Uhr aus der Kita abholen kann und dann einfach nur seine Mama bin. 

Die Zukunft kommt eben wie sie kommt. Ok, ein bisschen baue ich das unternehmerische Denken noch aus…

Danke liebe Meike für deine Zeit und deine ehrlichen Worte! Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit Rasmussons!

Du kannst es kaum erwarten, mehr von Meikes Produkten zu sehen? 

Dann hier lang zum Online-Shop: 

www.rasmussons.de 

Meike hat mich gebeten darauf hinzuweisen, dass sie dieses Wochenende auf einer Messe ist und die Lieferzeit durch die vielen Vorbereitungen hierfür derzeit teilweise 14 Tage beträgt. Normalerweise geht das nämlich schneller :-) Und ab Samstag unbedingt nochmal in ihrem Shop vorbei schauen, da werden ganz viele neue tolle Produkte hoch geladen!

Gewinnspiel

Tolles Set von Rasmussons zu gewinnen! 

Die liebe Meike hat ein ganz tolles Gewinnspiel-Set für euch zusammen gestellt, darin befindet sich: 

  • ein wunderschöner Wandkalender für 2017, 
  • ein großer Holzschriftzug „Mir reichts ich geh schaukeln“, 
  • ein praktisches Notfalltäschchen und
  • vier wunderhübsche Postkarten mit Goldfoliendruck.

Gewinnspiel-Set von Rasmussons
Der Kalender in Gänze in meinem Flur (der andere Kram auf dem Bild gehört mir und wird nicht verlost ;-) )

Ich bin ganz begeistert von den vielen hübschen Dingen und würde am liebsten selbst mitmachen bei dem Gewinnspiel - das geht natürlich nicht denn der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. 


Teilnahmebedingungen 

Was du dafür machen musst, um dieses tolle Set zu gewinnen? Gar nicht viel:

  1. Kommentiere unter diesem Beitrag, welches Produkt dir von Rasmussons am Besten gefällt und warum und schon landest du im Lostopf!
  2. Ein Extralos gibt es für jeden der Rasmussons und paulsvera auf Instagram oder Facebook folgt oder diesen Beitrag auf einem der Kanäle teilt. Bitte vermerke dies in deinem Kommentar unten so, dass ich es auch überprüfen kann :-)
  3. Teilnahmeschluss ist Sonntag, der 22. Januar 2017 um 23:59 Uhr.
  4. Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland lebende Personen über 18 Jahren.
  5. Der Gewinner wird ausgelost und unter diesem Beitrag mit dem angegebenen Namen bekannt gegeben und zusätzlich per E-Mail benachrichtigt. Sollte sich der Gewinner innerhalb von 7 Tagen nicht zurück melden, wird der Gewinn erneut ausgelost.
  6. Eine Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
  7. Deine Adressdaten werden im Falle eines Gewinns nicht weitergegeben.
  8. Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook, Instagram oder anderen sozialen Netzwerken.
  9. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gewinnspielteilnahme beendet. Gewonnen hat Bianca! Das Paket macht sich in Kürze auf zu dir! 

Ich drücke euch allen ganz feste die Daumen! 

Alles Liebe und viel Spaß beim Stöbern in Meikes Onlineshop! 

Vera

Für alle die sich fragen, ob ich hierfür bezahlt wurde: nein. Dieser Artikel entstand aus eigenem Antrieb, da es mir am Herzen liegt kleine Designlabels und alle die eines aufbauen wollen zu unterstützen!

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